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Wenn Sonnenstrahlen kostbar werden.

Sonnenschein ist nicht nur angenehm warm, sondern erfüllt auch einen wichtigen Zweck für unsere Gesundheit. Ein „gesundes Maß“ an Sonne ist wichtig für unsere Versorgung mit Vitamin D. Speziell im Herbst und Winter sollte man den Sonnenschein daher ausnützen!

Vitamin D3 das Sonnenvitamin

Vitamin D3 – das sogenannte „Sonnenvitamin“ – ist ein fettlösliches Vitamin. Im Körper kann Vitamin D3 (Cholecalciferol) durch ausreichend UVB Strahlung auf die Haut selbst gebildet werden. Damit stellt Vitamin D eine Ausnahme unter den Vitaminen dar.

Vitamin D ist wesentlich!

Das Vitamin ist ein wahres Multitalent. Es ist wichtig für die Erhaltung von Knochen und Zähnen, für normale Muskelfunktion. Darüber hinaus ist Vitamin D wichtig für das Immunsystem und spielt eine Rolle in der Zellteilung.

Vitamin D Status: Fast jeder 2. unterversorgt!

Laut österr. Ernährungsbericht (2012, Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Wien) nehmen 88% der Männer und 82 der Frauen täglich mit der Nahrung zu wenig Vitamin D auf. Bei über 40% der Erwachsenen ist der biochemische Vitamin D Status unzureichend.

Typische Symptome für einen nicht gedeckten Vitamin D3-Bedarf sind Müdigkeit, Nervosität, Schwindel, Konzentrationsprobleme, ein schwaches Immunsystem oder Niedergeschlagenheit. Da die Symptome sehr unspezifisch sind, ist eine Vitamin D3-Unterversorgung nicht leicht zu erkennen. Daher kann der Arzt zur Feststellung einen Bluttest durchführen, bei dem der Vitamin-D-Spiegel gemessen wird.

Gründe für eine schlechte Vitamin D Versorgung:

Insbesondere in den dunklen Wintermonaten ist die Sonne nicht stark genug, um die Vitamin D3-Produktion in der Haut anzukurbeln. Daher sind viele Menschen vor allem im Winter nicht ausreichend mit Vitamin D3 versorgt.

Aber auch unser Lebensstil mit viel Büroarbeit, Lichtschutzfaktoren und mehr führt dazu, dass wenig direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut kommt und wenig Vitamin D gebildet wird.

Vitamin D3 über die Ernährung?

Es gibt kaum Lebensmittel mit einem nennenswerten Vitamin D3-Gehalt. Daher erhält der Köper nur ca. 10 Prozent des Vitamin D3- Bedarfs über die Nahrung. Vitamin-D-haltige Lebensmittel sind zum Beispiel Fisch, Eier und Milch. Den weitaus größeren Teil des Vitamin D3-Bedarfs – bis zu 90 Prozent – deckt der Körper durch die Sonne.

Vitamin D Produktion ankurbeln

Da Vitamin D3 vor allem über die Sonneneinwirkung auf die Haut produziert wird, sollten wir täglich raus an die frische Luft und in die Sonne. Je nach Hauttyp sind – in den Monaten von April bis September – 5 bis 25 Minuten ausreichend, aber bitte ohne Sonnencreme. Einen Sonnenbrand gilt es aber trotzdem zu vermeiden und bei längeren Aufenthalten in der Sonne sollte nicht auf Sonnenschutzmittel verzichtet werden. Im Winter bzw. für Menschen, die sich vor allem in Räumen aufhalten oder während der Schwangerschaft kann die Einnahme von Vitamin D-Präparten sinnvoll sein.